Claus Dick / LowBeats

Er zählt schon länger zu den Großen in punkto virtuoser Schlagwerkarbeit. Der Top-Schlagzeuger Nathan Ott inszeniert mit seinem Quartett ein vielschichtig-kluges und mitreißendes Jazz-Happening. Die Klangmeister vom Ludwigsburger Studio Bauer hieven „An:Bruch“ in den audiophilen Olymp – dank fantastischer Transparenz, immenser Fein- wie Grobdynamik sowie viel Druck und Drive und alles perfekt auf den Punkt. Das Ergebnis ist schlichtweg umwerfend. Chapeau

Mia Lada-Klein /
Sounds & Books

Nathan Otts Musik umhüllt, trägt und beruhigt. Sie lässt einen in eine Klangwelt eintauchen, die ohne Worte auskommt und allein durch Töne ihre Magie entfaltet.

Karsten Zimilla / Westzeit

Ein wirkliches Miteinander aus Sprödem und Zartem, aus Solistischen und Mehrstimmigen, aus Virtuosität und Improvisationskunst.

Gabriel Aniol / Jazz Podium

Das hier, wie so oft bei ambitioniertem Material, Kopfgeburten nicht überhand nehmen, ist dem gesamten Quartett zu verdanken, das ausschließlich musikalisch denkt. Es wird dann eine Forschungsreise daraus, mit vielen Räumen für die Akteure, die sie gleitend auffüllen und wo ein Kern von Geheimnis bewahrt bleibt. Der Leader selbst unterstützt die gemeinsam erzeugte Musik uneigennützig – nur die Anfangsnummer gehört ihm allein.

Jacek Brun / Jazz Fun

Eine Musik von großer Freiheit und Schönheit, die uns teilhaben lässt an der Welt des flüchtigen Augenblicks, am Wechselspiel zwischen dem, was man aufzeichnen kann, und dem, was Virtuosen aus dem Moment herausholen. Eine meisterhaft arrangierte Darbietung. Sorgfältig arrangierte und durchdachte Musik, in der es weder in den Soloparts der Interpreten noch im Ensemble an Improvisationen mangelt. Und obwohl es sich zweifellos um Jazz handelt, ist es eine Musik, die sich klar von Klischees löst und mutig stilistische Grenzen überschreitet, die sich nur schwer definieren und einordnen lässt. Ein grandioses Album, wir sind begeistert!

Bernd Lorcher / inMusic

Mit „Continuum“ zeigt das Nathan Ott Quartett erneut seine Klasse. Das Album, ohne Overdubs direkt aufgenommen, besticht durch die Vielseitigkeit der vier Musiker: Ein starkes, zeitgenössisches Jazzalbum voller Energie und Tiefe.

Claus Dick / AudioMusik

Was für ein Zusammentreffen: Der Drummer, Dozent und Komponist Nathan Ott, der Sopran- und Tenorsaxofonist Sebastian Gille, seines Zeichens SWR-Preisträger und Otts Musikkumpel aus Hamburger Studienzeiten. Dazu Christof Lauer, ein Kind der Frankfurter Schule, ebenfalls virtuos am Saxofon, sowie der dänische Bassist Jonas Westergaard. Die Musiker spielen herrlich unorthodox, im Zentrum stehen Becken und Fell. Das hat Flow, das überrascht und verschmilzt das Arrangement der vier Instrumente – lebendig! Die Klangmeister der Bauer Studios heben „Continuum“ in die höchste Klangkategorie dank bravouröser Auflösung und Feindynamik.

Lothar Brandt / Mint

Continuum setzt die lange Reihe exzellenter Direct-To-Two-Track-Produktionen der Bauer Studios in Ludwigsburg fort. Audiophile Hörer merken sofort auf, wenn die Bauer Studios beziehungsweise einer ihrer Tonmeister im Spiel sind. Auch Continuum zeichnet und mischt Johannes Wohlleben direkt auf die zwei Spuren der hauseigenen Studer-Bandmaschine auf, ähnliche wie bei den legendären Studiokonzerten. Martin ruch mastert in Berlin, wo Sidney Claire Meyer die Lackfolien schneidet. Zwangsläufig ist das klangliche Erlebnis sensationell: herrlich direkt, ohne aufdringlich zu wirken, dynamisch und griffig. Das ist kein belangloser Wohlfühljazz, sondern zum Teil fordernde, aber sowohl harmonisch als auch rhythmisch spannende Musik.

Ben Backmann / Jazz Podium

Erneut stehen ausdrucksstarke Individuen auf der Bühne, die bald vor dem Hintergrund aus dem zunehmend intensiven Spiel Otts zu einer Einheit verschmelzen. Sei es die folkloristisch-süße Stimme der Klarinette auf dem Stück Yunomine, Westergaards lyrisches Bassspiel in seiner Eigenkomposition And They’ll Take What You’ve Got oder Lauer, der aus seiner abwartenden Deckung plötzlich kraftvoll hervorschnellt, stets bestechen die Solisten mit viel kreativer Energie, aber auch mit Flexibilität, Prägnanz und Geduld, die es braucht, um den intensiven Austausch dieser Hochkaräter zusammenzuhalten.

Lizley Morgan / pureVinyl

Was hier musikalisch geboten wird, ist einmalig! Es ist nicht der Drang nach Freiheit, es ist die musikalische Freiheit, die interpretiert wird und in allen Bereichen klar zur Geltung kommt. Ein wahres Beispiel für die Möglichkeiten, die der Jazz bietet.

Rüdiger Schwarz / Gäubote

Dieser vom Nathan Ott Quartett fast schon kammermusikalisch zelebrierte Jazz ist keine leichte Kost, der man sich mal so ganz nebenbei überlassen kann. Diese Musik fordert einen heraus, lässt einen nach- und aufhorchen, ihre Intensität hat fast schon etwas Verstörendes an sich. Das überrascht einen, wo man eigentlich dachte, dass einen nichts mehr überrascht. So frei geknüpft sind diese musikalischen Gewebe einem auch scheinen mögen, so sind sie doch zugleich mit einer beträchtlichen, präzisen Strenge geflochten. Dieser Grenzgang geht auf. Wie gesagt: Keine leichte, aber für alle, die sich darauf einlassen, eine zwar fordernde, aber sehr lohnende Kost, kitschfrei, ferab der Standards.

Mia Lada-Klein / Sounds & Books

Nathan Ott ist ein Musiker, der sein Instrument nicht nur spielt, sondern in seiner Essenz erforscht. Auf seinem Album „Continuum“ steht das Schlagzeug im Mittelpunkt, ohne sich dabei in einer bloßen Demonstration technischer Fertigkeiten zu verlieren. Gemeinsam mit seinem Quartett bestehend aus Sebastian Gille (Saxophon, Klarinette), Christof Lauer (Saxophon) und Jonas Westergaard (Kontrabass) – schafft Nathan Ott ein Werk, das sich fernab herkömmlicher Strukturen bewegt und dennoch eine klare kompositorische Handschrift trägt.